Blogposts lesen

Lebendige Vision

26.12.2009 19:48 von Martin Buchwitz (0 Kommentare)

Ohne Vision geht es nicht

Kennst Du das auch: Gott hat etwas in Dein Leben gepflanzt. Er hat Dir eine klare Vision gegeben. Und dann geht es Dir wie so vielen Menschen in der Bibel. Die Zeit verstreicht und Du siehst nichts oder nur ganz wenig von dem was Gott Dir verheißen hat. Und dann gibt es ganz natürliche menschliche Reaktionen darauf:

  • Du resignierst
  • Du kannst die Vision nicht mehr sehen
  • Du zweifelst an der Vision
  • Du gibst auf
  • Du nimmst die Sache selbst in die Hand

Solche und ähnliche Reaktionen finden wir in der Bibel ganz häufig wieder. Ein Abraham und seine Frau, die mit einer Magd nachhelfen. Ein Jona der seinem Auftrag davonrennt und der sauer ist über Gottes Barmherzigkeit. Ein Mose, der Gott x-fach bittet ihn von seiner Verantwortung zu entbinden. Acht der zehn Boten, die vor den Herausforderungen der Eroberung des verheißenen Landes resignieren, und, und, und .... .

Diese Aufzählung könnte man beliebig fortsetzen. Die Frage ist nun: Wenn die Zeitvorstellungen Gottes andere sind als meine, wie gehe ich damit um? Ich habe genau diese Erfahrung in Bezug auf die Vineyard Schwäbisch Hall und meine persönliche Berufung gemacht. Gott hat uns eine großartige Vision gegeben. Er hat sie x-fach prophetisch bestätigt, von Menschen, die aus aller Herren Länder gekommen sind. Und doch hat offensichtlich die Realität so laut gesprochen und immer wieder drängt sie sich mir auf: Wir sind eine kleine Gemeinde, hatten schon viele Herausforderungen zu bewältigen, haben ganz wenige Jugendliche trotz Gottes gegenteiliger Verheißungen, und so weiter. Ich habe einiges gelernt in dieser Zeit, das hilft mit diesen Wartezeiten gut umzugehen:

  • Die prophetischen Worte die Gott gesprochen hat achten, ehren und immer wieder vergegenwärtigen
  • Die Zeit des Wartens gut nutzen. Wo will Gott mich verändern und vorbereiten. Dann gemeinsam mit ihm daran arbeiten.
  • Immer das Beste für Gott und seinen Auftrag geben
  • Gegenseitige Ermutigung von Menschen, die sich der Vision und diesem Auftrag hingegeben haben
  • Bitterkeit, Frustration und Resignation keinen Raum geben
  • Das Gute sehen das Gott tut und es in Ehren halten
  • Eine Haltung der Dankbarkeit Gott gegenüber bewahren

Und wenn ich das so schreibe, dann schreibe ich das in keiner Weise leichtfertig. Ich habe all das schon durchlebt und vielfach buchstabiert. Und dabei habe ich es auch nicht immer geschafft. Ich weiß aber, dass es der beste Weg ist. Darum entscheide ich mich immer wieder genau diesen Weg zu gehen.

Und wieder hat Gott sehr deutlich zu uns gesprochen und hat unsere Vision bestätigt. Und wieder investiere ich Glaube, Hoffnung und Vertrauen auf Gott. Vertrauen darauf, dass er uns Menschen schickt, die sich mit unserer Vision eins machen und sich an diese Gemeinde und ihren Auftrag verschenken.

Liebe Grüße und ein super gesegnetes Jahr 2010!

Martin Buchwitz
Leiter Vineyard Schwäbisch Hall 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

*
*
Bitte rechnen Sie 5 plus 8.*