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Vineyard Schwäbisch Hall Blog: Eine Frage der Ehre
14.02.2010 21:32 von Martin Buchwitz (0 Kommentare)
Eine Kultur von Ehre und Respekt leben
Wenn uns Freunde von einem Besuch in der Bethel Church in Redding berichtet haben, dann wurde eine Sache immer wieder erzählt: Jeder war beeindruckt davon, wie liebevoll und respektvoll die Menschen dort miteinander umgehen. Und das vom Ordner bis zum Hauptleiter. Wenn ich mir die Gottesdienste aus Redding im Internet anschaue, dann bin ich beeindruckt davon, wie sehr die Gemeinde den Hauptleiter Bill Johnson ehrt. Wenn er auf die Bühne kommt, dann bekommt er erst einmal einen Beifall, bei dem diese Ehre die ihm entgegengebracht wird zum Ausdruck kommt. Und dasselbe gilt für Gastprediger dort. Und es wird dort konsequent darauf geachtet, dass niemand bloßgestellt wird.
Wenn ich das sehe, dann wird mir ganz warm um das Herz und ich denke mir: So muss Gemeinde sein. Als ich in letzter Zeit darüber nachgedacht habe, dann ist mir bewusst geworden, dass die Sache mit dem gegenseitigen Respekt schon lange ein fester Bestandteil unseres Lebens ist. In unserer Familie war es uns immer wichtig, dass wir respektvoll miteinander umgehen und einander achten. Und das ist es auch was wir leben und ein Grund dafür, dass sich viele Menschen bei uns zu Hause so wohl fühlen. Und wie ist es in der Gemeinde?
Wenn ich mir unsere Ziele und Werte anschaue, die Heike und ich 1999 auf unserer Terrasse aufgeschrieben haben, dann finde ich es dort ganz ausgeprägt wieder: Das Sache mit Liebe, Annahme und Vergebung und der Wichtigkeit von tiefen und offenen Beziehungen. Hat das immer so funktioniert in der Realität?
Immer wenn Menschen gemeinsam unterwegs sind, dann geht es dort nicht ohne Spannungen und Konflikten ab. Die Frage ist, wie man mit diesen Konflikten umgeht und ob der Einzelne bereit ist, sich von Gott verändern zu lassen. In der Gemeinde haben wir einerseits viele Beziehungen, die ohne große Konflikte gewachsen sind und in ein immer größeres Vertrauen gemündet sind. Auf der anderen Seite gab es aber auch Konflikte, die dazu geführt haben, dass sich die Wege getrennt haben. Was aber immer war: Der Wunsch und die Sehnsucht danach, dass wir uns in der Gemeinde mit Ehre, Würde und Respekt begegnen. Und dass wir alles dafür getan haben, was in unseren Kräften und Möglichkeiten stand.
Zurück zur Bethel Church in Redding. Dort spricht man von einer Kultur der Ehre. Was heißt das wenn etwas kultiviert wird? Das heißt zunächst einmal, dass es Zeit braucht eine Kultur zu schaffen. Und es ist etwas das nicht auf schnelle Erfolge ausgerichtet ist. Es geht darum etwas Nachhaltiges aufzubauen. Etwas das auch die Generationen überlebt und bleibt. Dazu ist es wichtig darüber zu lehren, aber insbesondere es zu praktizieren. Es zu modellieren, so dass es ansteckend ist.
Und genau das machen wir seit einiger Zeit in der Vineyard Schwäbisch Hall. Wir üben und praktizierten es. Und wir reden und predigen darüber. Mit all unseren menschlichen Schwächen sind wir auf dem Weg, eine Gemeinde zu sein, bei der zu spüren und zu sehen ist, dass sie eine Kultur der Ehre lebt. Auf dass die Menschen Jesus erkennen, wenn sie sehen wie wir miteinander umgehen. Die Sache mit der Ehre ist einer der wichtigsten Werte in der Vineyard Schwäbisch Hall.
Wenn Ihr Euch mit dem Thema beschäftigen wollt, dann habe ich zwei Tipps:
1. Das Buch von Kris Valloton und Bill Johnson: Eine Frage der Ehre (ISBN: 9783981172522)
2. Das aktuelle Vineyard Magazin equipped, das hier bestellt werden kann: Vineyard DACH Webseite
Ich ermutige Euch dazu damit zu nähren und es in Euer tägliches Leben auf natürliche Weise zu integrieren: Auf der Straße, beim Bäcker, in der Familie und natürlich: in der Gemeinde. Auf dass die Menschen Jesus erkennen - ganz einfach dadurch, dass wie respektvoll wir als Christen miteinander umgehen.
Gott segne Dich beim Ehren,
Martin B.
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